Arbeitnehmern ist soziales Engagement wichtig

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de

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Neben gerechter Bezahlung und einem sicheren Arbeitsplatz, ist bei Arbeitnehmern auch soziales Engagement bei Arbeitgebern gefragt. Laut Umfragen unter Arbeitnehmern, rangiert soziales Engagement weit vorne in der Beliebtheitsskala und steigert zudem die Arbeitgeberattraktivität. Vor fünf Jahren rangierte das soziale Engagement noch auf den dreizehnten Rang bezüglich der Arbeitgeber-Eigenschaften.

Beispiele sozialer Engagements

Eine der wichtigsten sozialen Arragements, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten bieten, sind die Möglichkeiten zur Weiterbildung. Aber es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten, wie Arbeitgeber diese Eigenschaft verwirklichen können.

 

Zum Beispiel:

  • bei Neueinstellungen behinderte Bewerber in die engere Auswahl nehmen, um die
    Stelle zu besetzen
  • Arbeitnehmer die körperlich benachteiligt sind, einen Schonarbeitsplatz anzubieten
    oder den vorhandenen Arbeitsplatz behindertengerecht umzubauen
  • Betriebsangehörige die zehn Jahre oder länger zum Unternehmen gehören, Sonder- u.
    Extraurlaub zu gewähren
  • finanzielle Beteiligung, wenn Arbeitnehmer Kurse besuchen, die der Gesundheit
    förderlich sind (Rückenschule, autogenes Training)
  • Möglichkeiten bieten um in den Vorruhestand zu gehen (Anhebung der Betriebsrente)
  • finanzielle Hilfe bieten, wenn Arbeitnehmerin Nachwuchs erwartet
  • Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, innerbetriebliche Kurse oder Lehrgänge
  • regelmäßige Gesundheitskontrollen und Vorsorgeuntersuchungen

Was die Arbeitgeberattraktivität ebenfalls fördert, sind Spenden für soziale Verbände, regelmäßig stattfindende Tombolas deren Erlös Wohlfahrtsverbänden oder sozialen Einrichtungen zugute kommen. Die Aufzählung an Beispielen diesbezüglich könnte man noch merklich erweitern.

Nutzen

Nutzen aus solchen Engagements ziehen sowohl Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, als auch die Arbeitgeber. Unternehmer die soziales Engagement befürworten, genießen einen guten Ruf, zudem ist erwiesen, dass ein guter Ruf die beste Werbung ist. Viele Kunden, Geschäftspartner und Interessierte (mögliche zukünftige Kunden), legen auf Eigenschaften dieser Art großen Wert. Dadurch bleibt die Arbeitkraft der Arbeitnehmer erhalten, außerdem herrscht in solchen Betrieben ein gesundes Betriebsklima. Angestellte gehen gerne zur Arbeit, das fördert die Produktivität und erzeugt gute Qualität.

Fazit: Sozial eingestellten Unternehmen gehört die Zukunft. Nur in Betrieben wo ein gutes Klima herrscht, ist auf Dauer die qualitativ gute Arbeit gesichert.

TOP Arbeitgeber 2013

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de

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Zwar erleben Hochschulen in diesen Tagen einen nie dagewesenen Zulauf, doch die Bevölkerungsstruktur verschiebt sich unaufhaltsam, viele Arbeitskräfte gehen in den Ruhestand. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln warnt vor einem Verlust von 1,8 Millionen dringend gebrauchten Fachleuten und Ingenieuren bis 2030.

Es ist anzunehmen, dass die Bundesrepublik zu einem Eldorado für Hochqualifizierte wird, denn Unternehmen werden immer stärker um die hellsten Köpfe konkurrieren und werben müssen. Dabei kommen sie nicht umhin, Wünsche z.B. hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu beachten und Eltern als Leistungsträger ernst zu nehmen.

Quelle: FOCUS, statista

Quelle: FOCUS, statista

 

Was macht einen Arbeitgeber attraktiv?

Das Magazin Focus befragte jüngst in Zusammenarbeit mit der Hubert Burda Media Karriereplattform XING 13.000 Arbeitnehmer von über 800 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern nach Arbeitsbedingungen und Weiterempfehlungsbereitschaft.

Das Focus-Ranking zum „Besten Arbeitgeber in Deutschland 2013“ ergibt eine eindeutige Überlegenheit der Autokonzerne. VW, BMW, Audi und Porsche belegen die vier TOP Plätze.

Kein Wunder, denn Automobilhersteller sind technikbasiert und betreiben einen großen Aufwand um ihre Techniker mit starken Leistungen im sozialen Bereich, für die Gesunderhaltung am Arbeitsplatz und zur beruflichen Weiterbildung dauerhaft zu binden. Manche Angestellte erhalten sogar Beteiligungen wenn der Gewinn wächst.

Arbeitgeber Attraktivität

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de

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Dass ein Arbeitnehmer im Monats- oder Jahresmittel seine vertraglich festgelegte Arbeitszeit und eine angemessene Leistung abliefern soll, ist in jedem Fall unstrittig. Allerdings ist es ein großer Unterschied in der Lebensqualität, ob ein Arbeitnehmer (wie früher im Mittelstand durchaus üblich) wie eine Uhr ticken muss und beispielsweise jeden Tag exakt um 07:30 Uhr einstempeln und 16:15 Uhr ausstempeln muss. Bei allen Familien kommen immer mal wieder besondere Situationen vor, die unmittelbar geregelt werden müssen. Da werden Kinder plötzlich krank, Großeltern werden ins Krankenhaus eingeliefert, es gibt Sterbefälle oder Autounfälle, Verletzungen, oder man trifft nur zufällig auf dem Weg zur Arbeit einen alten Schulfreund, mit dem man eben gern eine Stunde reden möchte. Das Maß an Freiheit und Glück ist unendlich viel größer, wenn der Arbeitnehmer in jeder Situation frei darüber entscheiden kann, wann er zu seinem Arbeitsplatz geht, um ggf. an dem einen oder anderen Tag ausgleichend auch mal etwas länger zu bleiben. Dass viele Arbeitgeber, und das betrifft gerade auch den Mittelstand, auf gewisse Kernarbeitszeiten bestehen (müssen), um einmal am Tag z. B. für Besprechungen alle Mitarbeiter an einen Tisch zu kriegen, dafür hat wohl auch jeder Verständnis.

 

Telearbeit

Die moderne Technik macht es heute möglich, Büroarbeit oder organisatorische Arbeit in begrenztem Umfang von zu Hause aus zu erledigen, was gerade jungen Familien mit Kindern zugute kommt. So ist das Angebot der Telearbeit seitens des Arbeitgebers auch als konkrete Maßnahme für die Vereinbarung von Familie und Beruf zu verstehen. Im Übrigen entlastet diese Einrichtung den öffentlichen Straßen- und Bahnverkehr (Unfallvermeidung) und führt in diesem Rahmen durchaus auch zu finanzieller Einsparung.

 

Ein gutes Team

Wir verbringen einen großen Anteil unserer Lebenszeit am Arbeitsplatz. Sich dort wohl zu fühlen, ist ein wichtiger Beitrag besonders für die psychische Gesundheit, und das erreicht man nicht nur mit einem bequemen Bürostuhl, rosa Licht und einer schicken Yucca Palme am Fenster. Als „Herdentier“ ist der Mensch in seinem Wohlbefinden extrem abhängig von seinem sozialen Umfeld. Es gilt unbedingt, Ausgrenzung oder Mobbing im Vorfeld zu verhindern. Aus diesem Grunde legen heute viele Arbeitgeber bereits im Bewerbergespräch viel Wert auf die so genannten „Soft Skills“, also eher charakterliche Eigenschaften, die die Bewerber mit bringen, dazu gehört z. B. auch die so genannte „Gender-Kompetenz“. Im nächsten Schritt ist es dann wichtig, den neuen Mitarbeiter abgesehen von seiner fachlichen Eignung auch in jenem Team einzusetzen, wo er als Mensch optimal hinein passt. Einem guten Arbeitgeber ist es sehr wichtig, dass jedes seiner Teams von einem „Wir-Gefühl“ der Art „wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, und zwar in dieselbe Richtung“ getragen wird, in denen alle Kollegen auch gute Freunde sind, die sich unabhängig vom Geschlecht auf einander verlassen können.

 

Fortbildung und Aufstiegsmöglichkeiten

Ein gutes Unternehmen leistet sich im Rahmen einer durchdachten Personalentwicklung die gezielte Weiterqualifizierung seiner Arbeitnehmer, denen in der Konsequenz dann auch wiederholt Höhergruppierungen geboten werden. Ein Unternehmen steht und fällt mit der Qualität und Motivation seiner Arbeitnehmer, frustrierter Dienst nach Vorschrift ist Gift für ein Unternehmen.

 

Quelle: www.quant-consulting.de