Kategorie: Mitarbeiter

Arbeitgeber Attraktivität

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de
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Dass ein Arbeitnehmer im Monats- oder Jahresmittel seine vertraglich festgelegte Arbeitszeit und eine angemessene Leistung abliefern soll, ist in jedem Fall unstrittig. Allerdings ist es ein großer Unterschied in der Lebensqualität, ob ein Arbeitnehmer (wie früher im Mittelstand durchaus üblich) wie eine Uhr ticken muss und beispielsweise jeden Tag exakt um 07:30 Uhr einstempeln und 16:15 Uhr ausstempeln muss. Bei allen Familien kommen immer mal wieder besondere Situationen vor, die unmittelbar geregelt werden müssen. Da werden Kinder plötzlich krank, Großeltern werden ins Krankenhaus eingeliefert, es gibt Sterbefälle oder Autounfälle, Verletzungen, oder man trifft nur zufällig auf dem Weg zur Arbeit einen alten Schulfreund, mit dem man eben gern eine Stunde reden möchte. Das Maß an Freiheit und Glück ist unendlich viel größer, wenn der Arbeitnehmer in jeder Situation frei darüber entscheiden kann, wann er zu seinem Arbeitsplatz geht, um ggf. an dem einen oder anderen Tag ausgleichend auch mal etwas länger zu bleiben. Dass viele Arbeitgeber, und das betrifft gerade auch den Mittelstand, auf gewisse Kernarbeitszeiten bestehen (müssen), um einmal am Tag z. B. für Besprechungen alle Mitarbeiter an einen Tisch zu kriegen, dafür hat wohl auch jeder Verständnis.

 

Telearbeit

Die moderne Technik macht es heute möglich, Büroarbeit oder organisatorische Arbeit in begrenztem Umfang von zu Hause aus zu erledigen, was gerade jungen Familien mit Kindern zugute kommt. So ist das Angebot der Telearbeit seitens des Arbeitgebers auch als konkrete Maßnahme für die Vereinbarung von Familie und Beruf zu verstehen. Im Übrigen entlastet diese Einrichtung den öffentlichen Straßen- und Bahnverkehr (Unfallvermeidung) und führt in diesem Rahmen durchaus auch zu finanzieller Einsparung.

 

Ein gutes Team

Wir verbringen einen großen Anteil unserer Lebenszeit am Arbeitsplatz. Sich dort wohl zu fühlen, ist ein wichtiger Beitrag besonders für die psychische Gesundheit, und das erreicht man nicht nur mit einem bequemen Bürostuhl, rosa Licht und einer schicken Yucca Palme am Fenster. Als „Herdentier“ ist der Mensch in seinem Wohlbefinden extrem abhängig von seinem sozialen Umfeld. Es gilt unbedingt, Ausgrenzung oder Mobbing im Vorfeld zu verhindern. Aus diesem Grunde legen heute viele Arbeitgeber bereits im Bewerbergespräch viel Wert auf die so genannten „Soft Skills“, also eher charakterliche Eigenschaften, die die Bewerber mit bringen, dazu gehört z. B. auch die so genannte „Gender-Kompetenz“. Im nächsten Schritt ist es dann wichtig, den neuen Mitarbeiter abgesehen von seiner fachlichen Eignung auch in jenem Team einzusetzen, wo er als Mensch optimal hinein passt. Einem guten Arbeitgeber ist es sehr wichtig, dass jedes seiner Teams von einem „Wir-Gefühl“ der Art „wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, und zwar in dieselbe Richtung“ getragen wird, in denen alle Kollegen auch gute Freunde sind, die sich unabhängig vom Geschlecht auf einander verlassen können.

 

Fortbildung und Aufstiegsmöglichkeiten

Ein gutes Unternehmen leistet sich im Rahmen einer durchdachten Personalentwicklung die gezielte Weiterqualifizierung seiner Arbeitnehmer, denen in der Konsequenz dann auch wiederholt Höhergruppierungen geboten werden. Ein Unternehmen steht und fällt mit der Qualität und Motivation seiner Arbeitnehmer, frustrierter Dienst nach Vorschrift ist Gift für ein Unternehmen.

 

Quelle: www.quant-consulting.de